Ansichten eines Küken

Je t'aimais, Je t'aime et je t'aimerai

Die Liebe ist so unerklärlich im Leben. Sie kommt, wenn man sie am wenigsten erwartet oder gebrauchen kann, und oft, wenn man sie braucht, sucht man sie vergeblich. Dabei ist sie das, was unser Leben bestimmt. Ohne Liebe kann der Mensch gar nicht überleben, ein Kind, das aufwächst ohne liebe, lediglich mit Befriedigung der Körperlichen Bedürfnisse, wird schnell sterben, weil das größte Bedürfnis nicht gestillt wird.

Liebe ist vielfältig.
Sie kann zwischen verwandten und Freunden bestehen, zwischen Kind und Eltern, zwischen Mann und Frau. Und für jede Person, die man in seinem Leben liebt, existieren andere Gefühle, die sich dennoch alle Liebe nennen. Eine Mutter liebt ihr Kind, weil es ihr entsprungen ist, weil eskeine engere Verbindung zu einem Menschen gibt, als zwischen Mutter und Kind.

Es gibt Pärchen, die lernen sich schon in frühester Jugend kennen, und können später einfach nicht mehr ohneeinander leben, weil sie sonst wie ungegossene Pflanzen eingingen.
Es gibt Menschen, die sich mit anfang 20 ewige liebe versprechen und sich 3 oder 4 jahre später dazu entscheiden, sich nie wieder zu sehen.
Andere entscheiden sich mit anfang 20 für die ehe, und halten sie bis zu ihrem Tode. Doch das wird immer seltener. Ein 60. Hochzeitstag ist eine Rarität sondergleichen heutzutage. 60 Jahre sind ein ganzes Leben. Das ist mehr als das 3fache meines alters, das ist das alter meines vaters,… 60 Jahre erscheinen ewig, zumal die letzten 60 Jahre politisch als auch wirschatflich entscheidende in unserem Leben waren. Wer die letzten 60 jahre zusammen verbracht hat, der kennt sich so gut, wie es sonst niemand tut. Da kennt der partner einen womöglich besser als man sich selbst.
Ich bin stolz auf meine großeltern, dass sie es so lange durchgehalten haben, nicht zuletzt übrigens aufgrund ihres starken glaubens.

Wenn ich mir heute vorstelle mich für ewig zu binden kommt mir die angst. Andere in meinem alter haben bereits jemanden, mit dem sie ihr leben verbringen wollen, aber kann man das so früh überhaupt entscheiden? Sollte man in unserem alter nicht vielleicht eher für den Moment leben?

Wenn man sich wahrer liebe bewusst ist, ist sie schön, und man kann sie genießen. Aber wenn es eine verliebtheit ist, die ja oftmals vorkommt, dann verstrickt sich das ganze schnell in eine komplizierte situation. Ist man schon seit längerem gut befreundet, so hat man angst, dass die freundschaft kaputt gehen könnte, oder leiden könnte, alleine aufgrund eine liebesgeständnisses.
Ist man erst seit kurzem befreundet, hat man angst, wenn es nicht klappt, einen potentiellen guten freund zu verlieren.
Es verlangt einen großen Mut, jemandem gefühle zu beichten, derer man sich zwar sicher ist, aber derer konsequenzen man sich nicht sicher ist. Natürlich hat man da auch immer angst vor der großen enttäuschung, der abfuhr. Sie tut am meisten weh. Von der Person, die, zumindest kurzzeitig, das herz gestohlen hat, zu hören, dass da nichts mehr als nur freundschaft sei, das trifft einen tief, und es sticht.

Und dennoch, trotz der angst vor der enttäuschung, rafft man sich auf.
Und wie Ross Rachel versichert: es ist doch irgendwie immer schön, zu hören, dass sich jemand in einen verliebt hat, nicht wahr?

2.9.06 23:50

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